Ausstellungen

RAINER PLUM 13.06.–18.07.2021

„Raum, Linie, Energie – mit diesen drei Begriffen ist man im Hinblick auf die Werke von
Rainer Plum unweigerlich konfrontiert. Zunächst der Raum: Er ist das, was Rainer Plum in seinem künstlerischen Schaffen zu erkunden sucht. Es ist die Umgebung, deren Beschaffenheit und Grenzen es auszuloten gilt und die uns als Betrachtende wie selbstverständlich mit einschließt und mit uns in einen Dialog tritt. Die Linie wiederum zieht sich wie ein roter Faden durch sein gesamtes Werk und bestimmt als Ausgangspunkt und Zentrum sowohl seine Zeichnungen, seine Skulpturen als auch seine Laserinstallationen, die im Innen- und Außenraum entstehen. Schließlich: die Energie, die zeichnerische Kraft, die Bewegtheit und Vitalität, die allen Arbeiten Rainer Plums innewohnt.“

Auszug aus Eröffnungsrede „Der verdichtete Raum“, 2019 Friederike Voßkamp

Fotoklasse der AdBK Nürnberg von Prof. Katja Eydel

“Vermeintlich neutrale Flächen“

Soziale Realität und gebaute Umgebung entwickeln sich in unterschiedlichem Tempo. Fast überall geht es praktisch oder theoretisch um Konfliktlösungen anlässlich der “Frage nach dem guten Leben”.

Wie nehmen wir als KünstlerInnen den uns umgebenden Raum wahr und wem gehört dieser Raum?

Mit diesen Fragestellungen entwickeln die Studierenden der Klasse für Fotografie seit einem Jahr neue Arbeiten für die Ausstellung im Kunstverein Zirndorf. Der sich im Pinderpark – eine ehemalige Wehrmachtskaserne – befindende Kunstverein, bietet als beispielhaftes Konversionsprojekt den idealen Ausstellungsraum für Fragestellungen dieser Art.

Klick hier: https://pavillonfuerfotografie.de/Ausstellung-Zirndorf-Online

Verena Waffek

“Die Zukunft gehört mir, da ich an die Schönheit meiner Träume glaube.”

Zeichnen ist eine besondere Form des Begreifens. Verena Waffek zeichnet jedoch nicht nur, um zu verstehen, sondern auch um zu staunen. Deshalb können sich ihre Zeichnungen verselbständigen. Verena Waffeks neueste Blätter bestechen durch ihre meisterliche Synthese verschiedenster Modi und Techniken, bis hin zu collagierten Elementen. Angeregt sind sie durch die Buschbrände in Australien und die Vernichtung einmaliger Flora und Fauna.

Thomas Heyden

Sabine Neubauer

Fasern sind für mich wie Chiffren. Sie bilden eine eigene Sprache, die es in ihrer Komplexität zu entschlüsseln gilt. Oft über Monate hinweg schöpfe ich in dem Material, auf der Suche nach seinem Wesen, seiner Kraft.
Es beginnt ein Dialog, ein Spiel, eine Annäherung. Einer Metamorphose gleich vollzieht die Naturform in diesem Prozess eine Wandlung. Die erschaffene Kunstform gibt nicht wieder, sondern macht sichtbar, was ich in dem Material und somit in mir gefunden habe.

Wenn das Werk für den Betrachter direkt sinnlich erfahrbar wird, hat es eine Art von „Tiefe“ erreicht, die ich in meinem Werk anstrebe.

Renate Gehrcke

Lebenszeichen – Leben zeichnen

Renate Gehrcke gelingt es in ihren bewegten Menschen-Zeichnungen, den Augenblick festzuhalten, in dem die Bilder aus dem Ungestalteten auftauchen.

Mit wenigen, traumhaft sicher gezogenen Linien umreißt sie die Form, spürt der Flüchtigkeit der Bewegung nach.
Nervös aufgelöste und sich wieder verdichtende Linienbündel werden zu beinahe abstrakten Energieträgern, die die Figur nur noch ahnen lassen und doch den ganzen Menschen in seinem endlichen Dasein zeigen.

Jasmin Schmidt und Johannes Listewnik

Zeit und Geschwindigkeit prägen die Malereien von Jasmin Schmidt und Johannes Listewnik. Obwohl theoretische Überlegungen und Erfahrungs- werte der praktischen Arbeit in Gesprächen geteilt werden, unterscheiden sich die Bilder grundlegend in ihrer Zeitlichkeit.

Die Ausstellung „temper, temper.“ hält dazu an, diese Unterschiede und Gemeinsamkeiten in ihrer bildgewordenen Form zu beobachten, sich auf Qualitäten von Hast und Ruhe einzulassen.

gisela hoffmann

simply lines – einfach linien

Aus Linien hat Gisela Hoffmann Werke entwickelt, deren Nuancen- und Varianten-reichtum staunen lässt.

Sie erkundet Räume, zeichnerisch und installativ, und sie thematisiert stets die Beziehung von Fülle und Leere.

Ihre Linien, gesetzt aus Gewebe oder Acrylglas, erinnern an eine Partitur, die licht und leicht, rhythmisch und minimalistisch den Wert des Dazwischen erfahrbar werden lässt.

Doris Erbacher

hell

Wenn wir tagsüber in den Himmel schauen, sind wir sonnenblind gegenüber dem sternengefüllten Universum, in dem wir uns befinden.Immer wieder ins Helle sehen: eine Linie, ein Zeichen, ein Wort, ein Bild.

Und jedes Mal ist es anders.
Wiederholung und Differenz sind fundamentale menschliche Erfahrungen. Nichts wiederholt sich, was gelebt wird. So liegt ein Reichtum in aller Wiederholung.

Juli Sing

Sie lotet den Raum zwischen Assoziation, Kontext und Indexikalität der Fotografie aus. Sie zeigt eine Reihe von neuen und bestehenden Arbeitenm die ihr Interesse am Abbildcharakter der Fotografie den theoretischen Zuschreibungen sowie den Erscheinungs- und Präsentationsformen des Mediums zusammenführen.

Helmut Kirsch

Freiheit trotz Festlegung

Die von mir als Definitionen bezeichneten Bildgegenstände sind Rechtecke, deren Begrenzungslinien sich an den Ecken überschneiden. Es wir eine Fläche definiert.

Üblicherweise versteht man unter Definition eine Festlegung oder gar Einschränkung.

Im Kontext meiner Arbeiten zeigt sich, dass durch den spielerischen Umgang mit derartigen “Festlegungen” die übliche Bedeutungsebene überwunden werden kann. Die Kunst schafft Freiheiten, sie erweitert den Horizont, sie überbrückt Grenzen,…

Marco Stanke

Pluriball

Einem Ensemble aus arbeitssuchenden Charakterdarstellern gleichen sie: Jene zahlreichen Leinwandgebilde, die Marco Stanke im Einzelnen als Teil, zusammenfassend jedoch als Kollektiv bezeichnet.

Sie sind Ableitungen aus dem Rechteck, verformt, in der Schwebe zwischen Malerei und Objekt, Raum und Wandfläche. Meistens jedoch verpackt und wohl verstaut wie schöne Erinnerungen geschützt vor Staub und Schmutzfingern, immerzu darauf wartend, den Ausstellungsraum zu bespielen.

10 JAHRE GALERIE PINDER PARK

Die Galerie Pinder Park blickt auf eine 10-jährige Ausstellungstätigkeit zurück in Zirndorf zurück. Gemeinsam mit Ihnen, den Freunden des MUK, den kunstinteressierten Besuchern der Galerie, den Förderern, Unterstützern und Künstlern möchten wir dieses Jubiläum feiern. Aus gegebenem Anlass ist eine Broschüre erschienen.

BARBARA ENGELHARD

Soziale und kommunikative Komponenten bestimmen den künstlerischen Prozess in Barbara Engelhards Arbeiten. Sie führt das Publikum an andere Aspekte des Sehens und der Wahrnehmung heran und lässt es oftmals eintauchen in ihre künstlerischen Handlungen. Objekte und Installationen entwickeln in der von ihr neu positionierten Situation eine ganz eigene Poesie.

vorlage künsterfotos

SERENA AMREIN

selbst

4. Biennale der Zeichnung

Die formal reduzierten und genau durchdachten Zeichnungen sind frei von Eile und flüchtiger Virtuosität.

Zeichnen bedeutet für Serena Amrein immer wieder Fragen ins Ungewisse zu stellen, eigene Techniken zu entwickeln, die ins Unbekannte zielen und fortwährend um den Kern der Darstellung des Nicht-Darstellbaren und des Experiments kreisen.

Elisabeth Thallauer

Genesis. Chaos in der Ordnung, Ordnung im Chaos.

Die Künstlerin Elizabeth Thallauer wendet wissen- schaftliche Methoden an, spekuliert und experimentiert.

Sie ergänzt die rationale Erklärung der Welt mit ästhetischer Emotionalität.

Ihre Formensprache variiert von klarer geometrischer Ordnung bis zu lebhaftem amorphem Chaos.

Objektivität und Imagination, Einbildungskraft und Empirie, Rationalität und Emotionalität werden gleich- berechtigt als Teil des Gestaltungsprozesses angewandt und in Verbindung gebracht.

Clemens Heinl

Alle Vögel sind schon da … alle Vögel, alle.

Nach dem gleichnamigen Kinderlied von Hoffmann von Fallersleben wird uns der Bildhauer Clemens Heinl das lebendige Treiben des Frühlings vor Augen führen.

Als Bildhauer geht es Heinl nicht um die Darstellung des Allgemeingültigen, sondern um das Individuelle: „Wie bringe ich als Künstler das Einzigartige zum Ausdruck?“ Dies zeigt er in seinen figürlichen Darstellungen von Menschen, Tieren und Pflanzen genauso, wie an ganz alltäglichen Gegenständen.

Die Kettensäge stellt für Clemens Heinl das ideale Werk- zeug hierfür dar, mit dem er feinfühlig und präzise um- zugehen vermag.
Heinl setzt auf eine geradezu gewaltige Lebendigkeit und energische Individualität. Dies zählt zu seinen ausge- sprochenen Stärken.

Anna Eibl-Eibesfeldt

WASSERLEUCHTEN

Anna Eibl-Eibesfeldt setzt sich mit dem Erleben von Landschaft auf Reisen und vor Ort im bayerischen Vo- ralpenland auseinander. Sie spürt den Weiten nach, die sie am Meer oder auf einem Berggipfel wahrnimmt und hält dies auf kleinen Blättern skizzenhaft fest. Zentral dabei ist die Anordnung ausgedehnter Flächen. Unzähli- ge Farbschichten, meist blaue Lasuren verwandeln ihre Skizzen in persönliche Bilder – “erinnerte Landschaften“. Jedes Mal neu gemischt aus Farbpigmenten und Bindern, zeigt sich deren leuchtende Wirkung erst nach dem Trocknen. Das parallele Arbeiten an mehreren Leinwän- den lässt ihr die Zeit die richtige Balance von Licht und Dunkel, Kalt und Warm, Vorne und Hinten, Ruhe und Kraft zu finden.

Uta Römer

Hans Lankes

MESSERSCHNITTE

„Wisse um das Weiße,
aber bewahre das Schwarze.“ Laotse

„Hans Lankes erschafft mit Skalpell und Cutter eine traumartige, surreale Welt. Man findet unglaublich viele Details, aber auch kleine Unebenheiten, womit eine quasi allzu glatte Perfektion vermieden wird. Eine klare und kreative Formensprache, humorvolle Annäherungen, phantasievolle Ideen bannen den Blick des Betrachters.“

UdoWatter, SZ

Ausstellungsort

MUK Kunstverein Zirndorf

Kirchenplatz 3

90513 Zirndorf

Öffnungszeiten

Freitag   15–18 Uhr

Sonntag 10–13 Uhr

+ Eröffnungswoche

So, 13. Juni von 12–16 Uhr

Mo, 14. Juni bis Sa, 19. Juni

jeweils von 15–18 Uhr

Aktuell sind Besuche unter Einhaltung der AHA-Regeln ohne vorherige Anmeldung möglich!

Im Ausstellungsraum dürfen sich gleichzeitig 8 Personen aufhalten.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!